Willkommen in Dornholzhausen

an Rhein und Lahn ...

 

 

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Der "Limes" bei Dornholzhausen

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist ein Teilstück des Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“. Er beginnt in Rheinbrohl und endet in Eining an der Donau. Dabei durchquert er die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

 

Der Verlauf des Limes in der Gemarkung Dornholzhausen ist einer der am besterhaltenen Limesabschnitte überhaupt. Aus nördlicher Richtung verläuft der Limes von der Grenze der Gemarkung Dessighofen aus über einen Wiesenabschnitt mit gut ersichtlichem Wall und Graben. Er verläuft dann weiter nach Süden durch einen Nadel- und Laubwald. Im Bereich dieser Wiesen- und Waldfläche liegt ein ausgedehntes vorgeschichtliches Grabhügelfeld aus der Zeit der Kelten, ca. 500 vor Chr.. Der Standort des Wachpostens 2/13 befindet sich in dem Laubwald, Erdhügel und Mauerreste sind auch hier noch gut sichtbar. Weiter südlich verläuft der Limes  entlang eines Feldraines am Friedhof von Dornholzhausen vorbei, quert  die Kreisstraße Nr.10, und gelangt  durch einen Nadelwald an die Grenze von Geisig, wo der Standort des Wachpostens 2/14 liegt

 

Nachdem der Limes im Juli 2005 als Weltkulturerbe anerkannt wurde, legte das Land Rheinland-Pfalz ein Sofortprogramm zur Visualisierung des Limes auf. Durch Fördergelder aus diesem Programm wurde, fast überwiegend in Eigenleistung durch Freiwillige eine Vielzahl von Maßnahmen zur Visualisierung des Limes auch in unserer Gemeinde umgesetzt.

Heute ist der 1,6 km lange Verlauf des Limes in der Gemarkung Dornholzhausen komplett von der Vegetation freigelegt. Eine Vielzahl von Informationstafeln unmittelbar am Limes geben dem Wanderer Einblick in die damalige Zeit, ca. 200 nach Chr.. Ein Rastplatz sowie weitere Ruhebänke laden zum Verweilen ein. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Geisig wurde mittlerweile ein Limes-Rundwanderweg angelegt. Der Rundwanderweg ist gut ausgeschildert und führt auch durch das romantische Mühlbachtal, wo man noch Reste des Bergbaus aus dem 18. Jahrhundert sehen kann. Weiterhin weist eine Stele am Dorfplatz auf das Weltkulturerbe Limes hin.

 

Wer sich gerne in Fauna und Flora aufhält, sollte sich den Verlauf des Limes sowie das romantische Mühlbachtal nicht entgehen lassen.